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Gesucht: Geburtsort des Andreas Vogel (1809 – ????)

Andreas Vogel (1809 – ????) ist mein UrUrGroßvater. Bisher kenne ich an wesentlichen Daten nur das Hochzeitsdatum mit Veronika Halamska (1813 – 1878) am 30.04.1833 sowie die Geburtsdaten seiner Kinder. Das Geburtsjahr 1809 ist aus der Altersangabe (24 Jahre) zum Zeitpunkt der Hochzeit zurückgerechnet. Unbekannt sind neben dem genauen Geburtsdatum und dem Geburtsort auch Sterbedatum und Sterbeort. Als Eltern habe ich in meinen Unterlagen: Martin Vogel (1778 – ????) und Catharina Dzikowska (1787 – ????).

Manchmal hilft es, die bekannten Fakten von Zeit zu Zeit neu zu sichten. Andreas Eltern heirateten im Jahre 1808 in Strykowo. So ist es zumindest im Kirchenbuch von Modrze vermerkt. Eine Kopie des Eintrages liegt mir  vor. Am 03.06.1810 war Martin Vogel anläßlich der Hochzeit seines Bruders Valentin in Troszczyn. Der entsprechende Hochzeitseintrag vermerkt als Wohnort Martins: Trzebynia, Gemeinde Granowo. Irgendwann zwischen den beiden Hochzeiten wurde Andreas geboren. Wahrscheinlich nicht in Strykowo, sondern eher in „Trzebynia“?

Was lag also näher, als im Internet nach Hinweisen auf den Ort Trzebynia zu suchen? Dabei ergaben sich folgende Varianten:

  1. ein Wikipedia-Link für Trzebinia, einer Stadt in der heutigen Wojewodschaft Kleinpolen,
  2. eine polnische Quelle mit einem Vermerk über den Ort Trzebynia im „Distructus Vschovensis“ (Kreis Fraustadt),
  3. der Ortsteil Grzebienisko in der Gemeinde Duszniki wegen der für deutsche Ohren phonetischen Ähnlichkeit der Silben „Grze“ und „Trze“,
  4. die Gemarkung Trzebania nordöstlich von Leszno.

In allen Varianten gibt es keinen Hinweis auf die Gemeinde Granowo, zu der Trzebynia gehören sollte. In der vierten Variante erscheint mir außerdem die Entfernung nach Opalenica bzw. Trosczczyn ein wenig groß.

Es schien sinvoll, die Suche nach Trzebynia lediglich auf die Gemeinde Granowo zu beschränken. Laut Wikipedia ist Granowo ist eine Ortschaft im Kreis Grodzisk (Grätz) in der Wojewodschaft Großpolen. Aber: kein Hinweis auf ein Trzebynia. Hier gibt es allerdings seit 1729 eine eigene Kirche.

Eine Anfrage im Forum von www.wtg-gniazdo.org brachte den Hinweis, dass im Kirchenbuch von Modrze im Hochzeitseintrag von Martin und Catharina Ptaszkowski als Wohnort des Bräutigams das Dorf Strzępiń genannt werde. Das ist tatsächlich der Fall. Da kamen mir mal wieder meine schlechten Latein- und Polnisch-Kenntnisse „ins Gehege“, das „Rätselraten“ hätte ich mir sparen können. Ein Blick in die mir vorliegende Kopie des Hochzeitseintrages von Martin und Catharina hätte gereicht. Hätte, hätte …

Eine Online-Karte des Gebietes um Granowo zeigt auch das Dorf Strzempin (Strzępiń). Hier würde ich wieder die deutsche Variante der Aussprache eines polnischen Ortsnamens ins Spiel bringen. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein polnischer Pfarrer das aufschreibt, was er meint verstanden zu haben und einen Namen kreiert, den es eigentlich nicht gibt. Gewissheit, ob ich mit Strzempin den tatsächlichen Geburtsort meines Vorfahren gefunden habe, wird nur die Durchsicht der Kirchenbücher von Granowo bringen. Aber das ist wenigstens ein Ansatz für weitere Recherchen.

Valentin Vogel (1789 – 1811) und Familie

Das Hochzeitdatum des Paares Valentin Vogel, ein Bruder meines UrUrUrgroßvaters Martin Vogel, und Magdalena Ceidler aus Troszczyn kenne ich bereits aus den Recherchen: 03.10.1810. Magdalenas Vater, Jan Ceidler, lebte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Magdalenas Mutter war Marianna Daszkiewicz.

Am 17.06.1811 wurde dem Paar ein Sohn, Jan, geboren. Bei der Namensgebung diente offensichtlich Magdalenas Vater als Vorbild.

Leider hatte die Familie im weiteren nicht lange Bestand. Am 26.09.1811 starb Valentin in Troszczyn, Haus Nr. 13: Der Scan des Sterbeeintrages ist hier zu finden. Der Hinweis auf das Haus, in dem Valentin starb, ist für mich sehr wertvoll. Vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal, wieder nach Troszczyn zu fahren und mich genauer umzusehen.

Kurz darauf starb am 28.12.1811 auch der Sohn Jan an gleicher Stelle. Hier geht es zum Scan des Sterbeeintrages. Der Eintrag befindet sich auf der rechten Seit des Scans, zweiter Abschnitt.

Magdalena hat nicht wieder geheiratet. Im Kirchenbuch von Grätz findet sich der Sterbeeintrag Magdalenas mit Datum 17.10.1838. Sie starb in Doktorowo.

Bei der Suche nach Valentin und Magdalena war die Website http://www.basia.famula.pl/de/ sehr hilfreich. Auch wenn die Verlinkungen der Scans nicht immer funktionieren, bin ich dankbar für die mühevolle Arbeit derer, die die alten Bücher sichten und auswerten.

Martinus Vogel (1778 – ????)

Ich hatte schon längere Zeit die Vermutung, dass mein UrUrUrgroßvater Martin(us) Vogel, der auch die Familiennamen Fogel bzw. Ptaszkowski „führte“, nicht in Troszczyn, dem Heimatdorf seines Vaters lebte. Nach der Hochzeit in Modrze im Jahre 1808 verlor sich bisher seine Spur, in den Kirchenbüchern von Opalenica tauchte er nicht mehr auf.

Glücklicherweise gibt es das System BaSIA. Viele Freiwillige erfassen hier die Akten aus den polnischen Archiven und stellen sie in einer Datenbank im Internet zur freien Verfügung. Wenn man Glück hat, ist auch ein Scan des archivierten Dokumentes verfügbar, den man sich dann ansehen kann.

Bei einer „Routineabfrage“ nach dem Familiennamen „Vogel“ fand sich bei BaSIA ein Datenbankeintrag über die Hochzeit des Paares Valentin Vogel – Magdalena Ceidlerowa am 03.06.1810 in Opalenica. Der Bearbeiter bei BaSIA hatte sich die Mühe gemacht, auch die Trauzeugen zu erfassen:

Woyciech Obst – świadek – lat 39 z Troszczynskich Hollendrów
Marcin Vogel – świadek – lat 32 – brat nowożeńca z Trzebynia gmina Granowska
Tomasz Stachurski – świadek – lat 35 z Trzebynia
Woyciech Choynacki – świadek – lat 40 z Urbanowa
Antoni Hochhaus – proboszcz opalenicki

Der originale Scan ist unter dem Link https://szukajwarchiwach.pl/53/3427/0/4/4/skan/full/5uswryJu0ApzYVcOF6zUbw gleich als erster Eintrag zu finden.

Die Überraschung steckte in der zweiten Zeile. Mit meinen wirklich schlechten Polnisch-Kenntnissen ahnte ich, dass es sich bei Marcin Vogel um einen Bruder des Bräutigams handeln musste, was mittels eines Online-Übersetzers auch schnell bestätigt wurde. Und siehe da: Marcin ist die polnische Version von Martin. Valentins Bruder Martin war 1810 genau 32 Jahre alt. – Treffer.

Sehr interessant ist auch der Eintrag in der ersten Zeile, betreffend den Trauzeugen Woyciech Obst aus Troszczyn. Die deutsche Version des Vornamens lautet Adalbert. Einen Adalbert Obst gibt es in meiner Datenbank ebenfalls: es handelt sich um den jüngsten Sohn meines Vorfahren Georgij Obst (1718 – 1808), der 1770 geboren wurde. Noch genauer: Woyciech Obst war ein Onkel Martins und Valentins.

Jetzt gibt es gleich das nächste Rätsel zu lösen. Wo befindet sich Trzebynia? Es gibt heute eine Stadt Trzebinia, 36km westlich von Krakow, in der Wojewodschaft Kleinpolen. Kann das tatsächlich sein? Ich habe da so meine Zweifel, denn nach der dritten polnischen Teilung gehörte Trzebinia zu Österreich-Ungarn.

Clara Fugl (1754 – 1810)

In einem früheren Beitrag hatte ich über den Taufeintrag von Clara Fugl (1754 – 1810) zur Taufe am 16.04.1754 berichtet. Bei der Aufklärung des weiteren Lebensweges gab es einen Hinweis über die Seite MyHeritage.de. Clara heiratete Antoni Karge (1736 – 1821) und ist damit die Großmutter des wahrscheinlich berühmtesten Sohnes der Stadt Opalenica: Joseph Karge (1823 – 1892).

Ungeklärt ist noch immer, weshalb ihre Eltern Tobias und Ewa Fugl in den das Dorf Troszczyn betreffenden Kirchenbüchern später nicht mehr verzeichnet sind. Clara sollte auch weiterhin in Troszczyn gelebt haben oder sie hat die Verbindung zu ihrem Geburtsort nie aufgegeben.

Bisher gibt es auch keine Hinweise auf weitere Kinder des Paares Tobias und Ewa Fugl. Nach meinen bisherigen Erfahrungen sollte Clara mehrere Geschwister gehabt haben. Einzelkinder waren damals gerade bei der Landbevölkerung eher selten. – Gibt man der Spekulation freien Raum, könnten Clara Fugl (1754 – 1810) und mein ältester Vorfahr Andreas Vogel (1739 – 1809) Geschwister gewesen sein. Der Altersunterschied von nur 15 Jahren wäre durchaus ein Indiz, aber noch lange kein Beweis.

In meiner Datenbank findet sich eine weitere Familie Vogel: Joannis und Anna Rosina Fogiel. Joannis wurde bereits um 1718 geboren. Mittlerweile schließe ich aus, dass Joannis Fogiel (1718 -1798) und mein Vorfahr Andreas Vogel (1739 – 1809) Geschwister waren. Vielleicht waren Joannis und Tobias Brüder?

Veränderungen im Blog

Am 25.05.2018 tritt die DSGVO in Kraft. Das war Anlass, einige in meinem Weblog enthaltenen Seiten und Beiträge kritisch unter die Lupe zu nehmen. Als Sofortmaßnahme sind folgende Prüfungen durchgeführt worden:

  • Es gibt für diesen Weblog nur einen registrierten Benutzer: den Betreiber. Weitere Accounts wird es auch in Zukunft nicht geben.
  • Es gibt die Möglichkeit, dem Betreiber eine E-Mail zu senden. Diese Kontaktaufnahme ist rein freiwillig und nutzt die auf dem Computer des Besuchers installierte E-Mail-Software. Auf vorgefertigte E-Mail- und/oder Kontakt-Formulare wird vollständig verzichtet.
  • Die Kommentarseite wurde vollständig abgeschaltet. Ich werde versuchen, mit den jeweiligen Einsendern Kontakt aufzunehmen um den wesentlichen Inhalt der Kommentare in die Beiträge als Zitate einzuarbeiten.
  • Werbebanner wurden vollständig entfernt. Damit wird der rein private Charakter des Weblogs noch deutlicher.
  • Aus dem Impressum wurde der Hinweis auf befreundete Familienforscher, die mir bei den bisherigen Recherchen wesentlich geholfen haben, gestrichen,
  • Der bisher verwendete Facebook-Button unterstützte die 2-Click-Technologie, d.h., dass die Daten erst dann an Facebook übermittelt wurden, wenn der Besucher meines Weblogs dem ausdrücklich zugestimmt hatte. Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, wurde der Button entfernt.
  • Cookies hat diese Webseite nie verwendet. Dies wird auch in Zukunft so bleiben.
  • Der Besucherzähler verbleibt ebenfalls. Der Grund dafür ist einfach: Besucher haben die Möglichkeit, sich die Interessen anderer Besucher, beschränkt auf die maximal 10 letzten Zugriffe, anzusehen. Für mich als Betreiber des Weblogs ist außerdem die Anzahl der bisherigen Zugriffe interessant.

Es bleibt zu hoffen, dass damit zumindest der private Charakter der Webseite deutlich hervortritt. Die Nutzung der dargestellten Informationen bleibt kostenlos, geschäftliche bzw. finanzielle Interessen bestehen nicht.

Ob damit alle Forderungen der DSGVO erfüllt werden können, muss die Zukunft zeigen. Die Abschaltung des Weblogs war jedenfalls bisher keine Option.

 

 

Anton Carl August Vogel (1870 – ????)

war der ältere Bruder meines Großvaters Hermann Vogel (1876 – 1935). Der Geburts- bzw. Taufeintrag meines Großonkels ist unter dem Link http://www.szukajwarchiwach.pl/89/125/0/-/25/skan/full/3s_fMikyA6kKgBoBJXJDVQ zu finden. Als Taufpaten werden genannt: Wilhelm Müller, August Schuster und Frau Wilhelmine Burchard – eine jüngere Schwester meiner Urgroßmutter.

Alle bisherigen Nachforschungen über den weiteren Lebensweg meines Großonkels liefen ins Leere. Normalerweise wäre er 1884 konfirmiert worden, aber in den entsprechenden Gubener Verzeichnissen ist er nicht zu finden.

Erschwerend für die weitere Suche ist, dass ich den eigentlichen Rufnamen nicht kenne. „Anton“ als Rufname denke ich ausschließen zu können, denn so hieß auch sein Vater. Meine Urgroßeltern wählten für ihre drei Söhne als dritten Vornamen „August“, so dass ich als Rufnamen „Carl“ favorisiere. – Mein Urgroßvater hat entweder damals noch eine sehr gute Beziehung zu seinem älteren Bruder August(inus) Vogel (1836 – 1899) gehabt oder der Vorname meiner Urgroßmutter, Auguste, half bei der Wahl des dritten Vornamens.

Die Internet-Seite MyHeritage.de lieferte einen interessanten Hinweis, der durch die Deutsche Auswanderer-Datenbank bestätigt wird. Das Recherche-Ergebnis liegt mir als PDF-Dokument vor: Am 20.04.1884 kam ein Carl Vogel, 14 Jahre alt, mit dem Schiff „Weser“ im Hafen von Baltimore an. Er stammte aus Preußen, allerdings war der letzte Wohnort in Preußen unbekannt. Carl reiste als Passagier von Bremen nach Baltimore im Zwischendeck.

Eine Recherche auf der Seite www.passagierlisten.de ergab, dass das Schiff „Weser“ unter Kapitän H. Bruns am 04.04.1884 mit 1165 Passagieren an Bord Bremerhaven mit Ziel Baltimore verließ. Die Reise dauerte damit 16 Tage, also fast drei Wochen.

Bei dem Grad der Daten-Übereinstimmung könnte ich davon ausgehen, dass das mein Großonkel gewesen ist. Dennoch bin ich mißtrauisch. Sollte ein 14jähriger allein und auf eigene Faust das Abenteuer Auswanderung auf sich genommen haben? Oder bin ich mit dieser Spur völlig auf dem „Holzweg“?

gefunden: Hermann Bleimeier – Sterbedaten

Manchmal muss man auf den zur Verfügung stehenden Unterlagen nur genau hinsehen. Auf der zweiten Seite der Hochzeitsurkunde Hermann Bleimeier – Marie Siegert geb. Rumland findet sich ein Hinweis auf die Sterbeurkunde von Hermann: 1203/1932; Standesamt Rudolf-Virchow-Krankenhaus.

Eine erste Internet-Recherche in den Namensregistern des Berliner Landesarchives bestätigte die Urkunden-Nummer und ergab zugleich das genaue Sterbedatum: 13. Juni 1932.

Eine Kopie der Sterbeurkunde wurde bestellt und liegt mir inzwischen vor. Leider sind der Urkunde keine Hinweise auf weitere Familienangehörige zu entnehmen. Als Beruf wurde „Händler“ angegeben, als Familienstand „verwitwet“. Daraus ziehe ich die Schlussfolgerung, dass Hermann kein drittes Mal geheiratet hat. – Interessant ist die letzte Adresse: Hussitenstraße 16 im Berliner Stadtbezirk Wedding. Nachforschungen in den Berliner Adressbüchern von 1930 und 1931 ergaben allerdings keinen Hinweis auf einen „Haushaltsvorstand“ namens Bleimeier. Auch andere Familiennamen wie „Nickel“ oder „Siegert“ wurden unter dieser Adresse nicht genannt.

Hermann Bleimeier (1864 – 1932) ist nun endgültig kein Phantom der Familiengeschichte mehr. Den entsprechenden Beitrag unter der Rubrik „…ungelöst“ habe ich daher gelöscht. Stattdessen habe ich einen Beitrag über Hildegard Nickel (geb. Bleimeier), eine Halbschwester meines Großvaters Max Siegert (1900 – 1961), hinzugefügt.

Eine Bemerkung bleibt noch. Mit den mir bekannten Daten zu Hermann Bleimeier (1864 – 1932) kann ich einen kleinen Beitrag zur Vervollständigung der „Online-Familiendatenbank Kreise Arnswalde und Friedeberg (Neumark)“ leisten.

Familie Obst in Troszczyn

Bereits in früheren Beiträgen hatte ich angezweifelt, dass in Troszczyn zwei Familien mit dem Familiennamen „Obst“ ansässig gewesen sein sollen: Georgij Obst und Adalbert (Wojciech) Obst, beide jeweils mit einer Barbara verheiratet.

Beim Blättern in meinen, vielleicht nicht immer vollständigen Aufzeichnungen, fand ich folgende, die Familien Obst betreffenden Taufeinträge aus dem Kirchenbuch Opalenica:

  • 05.09.1755: Anna, Tochter von Adalbert und Barbara
  • 27.04.1757: Barbara, Tochter von Georgij und Barbara
  • 21.06.1761: Joanna, Tochter von Adalbert und Barbara
  • 06.08.1764: Magdalena, Tochter von Georgij und Barbara
  • 15.03.1767: Mathias, Sohn von Georgij und Barbara
  • 29.03.1770: Joannes und Adalbert, Söhne von Georgij und Barbara

Mit Datum 16.03.1767 findet sich ein Sterbeeintrag für Joannes Hermanus, Sohn von Georgiy und Barbara. Das könnte durchaus ein Zwillingsbruder von Mathias gewesen sein.

Mit Datum vom 25.02.1772 wird die Hochzeit von Marianna, Tochter des Georgij, mit meinem Vorfahren Andreas Vogel in Troszczyn vermerkt. Marianna starb am 18.03.1836 in Troszczyn.

In den South Prussia Land Records 1793/94 findet sich für Troszczyn nur der Hinweis auf Georg Obst.

In einer Diskussion im Forum der Webseite http://www.wtg-gniazdo.org konnte ich als Antwort auf eine Frage zu Georgij und Adalbert Obst lesen: „Adalbert (Deutsch) bzw. Wojciech (Polnisch) sind identisch und haben auch den gleichen Namenstag. Aber auch Georg hat den gleichen Gedenktag und daher ist es wohl in den Kirchenbüchern dazu gekommen, dass in einigen Fällen (die aber gar nicht so selten waren) der Adalbert eben auch schon mal als Georg bezeichnet wurde. Das irritiert zwar, aber man hat ja nicht nur den Vornamen zum Vergleich, sondern auch Geburts- Trauungs- oder Sterbdaten, Namen der Eltern, Ehepartner und Kinder.“

Katarzyna Otto ist auf ihrer Webseite ebenfalls der Unstimmigkeit zu Georgij und Adalbert Obst nachgegangen. Eine eindeutige Antwort hat sie bisher nicht gefunden, die Aktenlage ist nun einmal so ungenau.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Barbara nicht mit zwei Männern gleichzeitig, noch dazu in einer relativ kleinen Siedlung wie Troszczyn, Kinder gehabt haben kann. Außerdem erscheint die Gleichsetzung von Adalbert und Georgij auf Grund des gleichen Namenstages plausibel. – Meine Datenbank habe ich so angepasst, dass nur noch eine Familie Georgij (Adalbert) und Barbara Obst enthalten ist.

Eine Frage bleibt noch offen: Am 03.07.1799 ist im Kirchenbuch von Opalenica die Hochzeit von Josephus Ubstoski und Catharina Fauglowna verzeichnet. Das ist wieder ein schönes Beispiel dafür, dass die Schreibweise der Vor- und Familiennamen je nach Verständnis des Schreibers variieren konnte. Leider gibt es zu diesem Hochzeitseintrag keinen Vermerk über die Eltern der Brautleute, die in heutiger und angepasster Schreibweise Joseph Obst und Catharina Vogel heißen. Dadurch lassen sich weder der Bräutigam noch die Braut eindeutig den bisher bekannten Familien Obst bzw. Vogel zuordnen.

Denkmal „Sterbender Krieger“ in Stolpmünde

Ustka, das ehemalige Stolpmünde, war im Frühling 2017 wiederum Urlaubsziel. Bei den Spaziergängen entlang der Strandpromenade fand ich das Denkmal des „Sterbenden Kriegers“, nach dem ich bereits bei meinem vorhergehenden Aufenthalt gesucht hatte.

Die nachfolgenden Fotos kommentiere ich nicht. Der deutsche Text auf der mehrsprachigen Erläuterungstafel in der Nähe des Denkmals ist völlig ausreichend.

Auf Denkmälern zum Andenken an die in Kriegen gefallenen Bürger sind sehr oft auch die Namen der Gefallenen bzw. Vermissten zu lesen. Da die Familie meiner Großmutter Marie Vogel (geb. Münchow) in Stolpmünde lebte, hatte ich bis zum Auffinden des Denkmals die Hoffnung, einen Hinweis auf Familienangehörige zu finden.

Paul Bleimeier, Schuhmachermeister

Im Kreis-Adreß-Buch Friedeberg aus dem Jahre 1925/26 findet sich folgender Eintrag:

Bleimeier, Paul; Schuhmachermeister; Baderstraße 15; Friedeberg.

Der Geburtsort meines „Stief“-Urgroßvaters Hermann Bleimeier, Neu-Carbe, lag im Kreis Friedeberg. Außerdem ist in der Urkunde über seine erste Eheschließung als Beruf „Schuhmacher“ vermerkt. Es könnte also durchaus sein, dass Paul Bleimeier nicht nur Lehrmeister Hermanns war sondern auch eine familiäre Beziehung bestand.

Da die Kirchenbücher des Kreises Friedeberg / Neumark wahrscheinlich vollständig vernichtet wurden, wird es sicher sehr schwierig, diese familiäre Beziehung nachzuweisen.