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Es war nur eine Frage der Zeit …

bis ich auf eine, wenn auch sehr lose, Verbindung zwischen den Familien Joannis Fogiel und Andreas Vogel stieß. Ein erster Hinweis ergab sich aus meinen bei MyHeritage gespeicherten Daten: Meine Urgroßtante, Pelagia Chojnacka, geb. Vogel, (1840 – 1908), war in beiden Stammbäumen gespeichert. Im Stammbaum des Joannes Fogiel war zusätzlich die Ehe mit Vincent Chojnacki (1843 – ????) vermerkt.

Das Herstellen der Verbindung zwischen Vincent Chojnacki und meiner Urgroßtante Pelagia Vogel in meiner eigenen Internet-Datenbank erforderte nur einen „Handgriff“. Die Auswirkungen auf die Daten bei MyHeritage waren deutlich umfangreicher, denn beide Stammbäume mussten manuell zusammengeführt werden.

Worin besteht nun eigentlich die Verbindung? Vincents Mutter, Justina Chojnacka, geb. Obst (1804 – 1846), hatte Veronica Hum (1823 – 1897) als Schwägerin. Veronicas Schwester, Francisca Hum (1820 – ????) wiederum war mit einem Enkel des Joannis Fogiel, Franciscus Vogel (1810 – ????) verheiratet. Zugegeben, es ist eine Verbindung um mehrere Ecken … :;

Als Folge der Zusammenführung der Stammbäume bei MyHeritage ergab sich, dass 75 andere Stammbäume mit insgesamt 612 Übereinstimmungen (SmartMatches) ermittelt werden konnten. Sehr interessant daran ist, dass sich immer Rückschlüsse auf das „Netzwerk“ der Troszczyner Siedler ergeben, die bisher bei keinem meiner „Forscherkollegen“ im Blickpunkt standen. Ich freue mich auf weitere spannende Entdeckungen über diese wirklich große und internationale Familie.

Neue Theorie zur Herkunft meiner Familie?

Im Internet findet man immer wieder mal einen Ausgangspunkt für die Fortsetzung der eigenen Forschungen. So auch in diesem Fall: Der Familienforscher Gernot Karge aus Saarlouis beschäftigt sich mit der Familie Karge aus Troszczyn. Seine bisherigen Ergebnisse sind in vieler Hinsicht mit meinen Erkenntnissen fast deckungsgleich.

Gernot Karge sieht die Stadt Birnbaum (polnisch: Międzychód) als eigentlichen Herkunftsort seiner Familie an. Er untermauert dies auch in seiner Veröffentlichung „Einwohner des evangelischen Pfarrbezirks Birnbaum an der Warthe 1649 – 1875“, erschienen in: Ostdeutsche Familienkunde, 8, 1978 (4), S. 273ff. Dieser Aufsatz liegt mir in Kopie vor.

Kirchenbücher und Standesamtsunterlagen aus Birnbaum sind im Internet unter dem folgenden Link zu finden: http://szukajwarchiwach.pl/53/3815/0#tabJednostki. Der Webbrowser wurde bemüht und mir wurde eine Reihe von interessanten Dokumenten angezeigt. Zuallererst interessierte mich das Verzeichnis der Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle im Zeitraum 1708 – 1747. Gleich im ersten Scan http://szukajwarchiwach.pl/53/3815/0/-/5/skan/full/7s85QBJf_PlVRoC0YyPhSQ ergab sich ein interessanter Hinweis:
Am 26.05.1708 heirateten George Karge und Eva Obst(in).

Aus der Veröffentlichung von Gernot Karge ist mir außerdem bekannt, dass es im fraglichen Zeitraum in Birnbaum auch einen Georg Vogel gegeben hat.

Ein Zusammentreffen der Familiennamen Vogel, Obst, Karge in Birnbaum ist aus meiner Sicht eigentlich kein Zufall. Beweisen kann ich es bisher nicht, aber die Spur nach Birnbaum erscheint mir plausibler als die nach Bamberg …

Joannes und Julianna Stachowski

Im Internet findet sich unter dem Link
http://szukajwarchiwach.pl/53/1883/0/4/66/skan/full/qnl8EIiYVjHZYan6MeL4RA die Sterbeurkunde von Catharina Stachurska, geb. Stachowska, einer Tochter von Joannes Stachowski und seiner Ehefrau Julianna.

Die Schreibweise „Stachowski“ steht nicht im Widerspruch zum klanglich ähnlichen „Stachoski“. Es ist außerdem nicht ungewöhnlich, dass Pfarrer und Standesbeamte in ihren Urkunden das aufschrieben, was sie meinten, verstanden zu haben. Dafür gibt es auch in diesem Blog und in meiner Datenbank einige Beispiele. So lassen sich die mitunter auftretenden Abweichungen bei den Familiennamen mit einiger Überlegung doch auf eine plausible Schreibweise zurückführen.

Die Indizien zur Herkunft der Julianna Stachowska (1824 – 1894) aus dem vorhergehenden Beitrag haben mich außerdem veranlasst, sie als Tochter des Ehepaares Franciscus Vogel / Fogiel (1771 – 1839) und Marianna Linka (1784 – ????) in meine Datenbank aufzunehmen.

Familie „Obst“ im Internet

Durch einen Kommentar von Katarzyna Otto wurde ich auf die Website http://www.rodzina-obst.pl aufmerksam. Ein Besuch war natürlich fällig. Katarzynas Spitzenahn ist:
WOJCIECH OBST, geboren um 1718, gestorben 1808. Wojciech war verheiratet mit BARBARA EICH, geboren um 1722, gestorben 1808

Die deutsche Entsprechung für Wojciech ist: Adalbert. In meiner Datenbank ist ein Adalbert Obst (1718 – 1808) zu finden. Offensichtlich handelt es sich um die gleiche Person …

Katarzyna führt unter den Kindern des Adalbert (Wojciech) Obst auf:
Jozef Obst, geboren 1756, gestorben 1826. Jozef heiratete am 03.07.1799 in Troszczyn Katarzyna Foglowa. Bei dem Josef Obst aus meiner Datenbank handelt es sich wahrscheinlich um den von Katarzyna Otto genannten Sohn des Adalbert Obst. Eine Verbindung zwischen Adalbert Obst und Josef Obst hatte ich vermutet, aber bisher keinen Beweis dafür gefunden. Hat Katarzyna Otto diesen Beweis?

Mit der Familie Obst befasst sich auch die Website http://www.genealogia.okiem.pl/obst.htm. Der Schwerpunkt der Seite liegt bei den Nachkommen des Lorenz Obst (1810 – 1884). Nach den Aufzeichnungen in meiner Datenbank ist Lorenz Obst der Sohn des Josef Obst und vermutlich ein Enkel von Adalbert Obst. Es wäre interessant zu erfahren, ob die beiden Autoren sich kennen und die Daten untereinander abgeglichen haben.

Nur auf meinen direkten Vorfahren Georgij Obst enthält keine der beiden Seiten einen Hinweis. Adalbert und Georgij könnten Brüder gewesen sein. Georgij nannte einen seiner Söhne Adalbert …

Gubener „Zufallsfunde“

Bei der Suche nach meinen Gubener Vorfahren fand ich in den Kirchenbüchern und Standesamtsunterlagen immer wieder Einträge, bei denen mir zwar der Familienname bekannt vorkam, ich aber keine eindeutige Zuordnung zu meiner Familie vornehmen konnte. Diese Funde habe ich (leider) bisher immer vernachlässigt.

Da sich inzwischen herausgestellt hat, dass die Zahl meiner in Guben ansässigen Vorfahren und deren Familienangehöriger recht groß war, werde ich zukünftig die „Zufallsfunde“ in einer gesonderten Datenbank erfassen, die unter dem Link http://guben.dl5sel.de im Internet zur Verfügung steht.

Die Speicherung der „Zufallsfunde“ in einer Datenbank ist natürlich noch keine zielgerichtete und systematische Datenerfassung aller im Internet zur Verfügung stehenden Unterlagen. Ich würde mich aber freuen, wenn durch meine Bemühungen andere Familienforscher Lücken in ihren Unterlagen schließen konnten.

Interessantes zur Familie Rumland

Als mein Großvater Max Siegert (1900 – 1960) in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts einen Ahnennachweis erstellen musste, erforschte er lediglich die direkte Linie seiner Vorfahren.  Für den genannten Zweck war das auch ausreichend.

Als Eltern seiner Mutter, Marie Caroline Siegert (geb. Rumland) fand mein Großvater:
Friedrich Wilhelm Rumland (1848 – 1919), geboren in Damsdorf
Karoline Rumland, geb. Schäfer (1851 – 1901), geboren in Kammrode
Damit hören die handschriftlichen Aufzeichnungen meines Großvaters auf.

Dank Internet und Suchmaschinen fand ich nunmehr zwei interessante Links:
Kirchenbuchabschrift der Hochzeit von Friedrich Rumland und Karoline Schäfer
Kirchenbuchabschrift der Taufe von Karoline Schäfer

Eine Kontaktaufnahme mit dem Einsender der Daten ergab zwei neue Hinweise:
https://familysearch.org/pal:/MM9.3.1/TH-266-12116-76039-44?cc=1491272 – der Scan des  Eintrages zum Aufgebot von Friedrich und Karoline Rumland
http://ciesi.de/files/kb_damsdorf_g_internet.pdf – Eine Abschrift des Damsdorfer Kirchenbuches, Geburten 1742 – 1864, mit weiteren Einträgen zum Familiennamen Rum(m)land.
Eine Kontaktaufnahme mit dem Betreiber der Website http://ciesi.de ist per eMail erfolgt. Vielleicht ergibt sich ja auch ein familiärer Zusammenhang …

 

Familie Lotze aus Guben – Teil 2

Nach einer Anfrage zur Familie Lotze aus Guben in der Mailingliste Neumark-L erhielt ich einen Link, unter dem die Personenstandsunterlagen aus Guben, die sich im Staatsarchiv Zielona Gora befinden, als Scans im Internet eingesehen werden können. Eine erste Suche förderte durchaus interessante Dinge zu Tage:
1. Die Hochzeitsurkunde meiner UrUrgroßeltern Martin Friedrich Lotze und Karoline Klementine Watsück
2. Geburtseinträge von Geschwistern meiner Urgroßmutter Auguste Lotze (1841 – 1913)

In Guben gab es mehrere Familien mit dem Namen Lotze. Es wird sicher noch spannend, denn eine verwandtschaftliche Beziehung zwischen den Familien kann nicht ausgeschlossen werden.

Außerdem gibt es wieder ein genealogisches Rätsel zu knacken. Martin Friedrich Lotze war ein unehelicher Sohn der Dorothea Lotze, verwitwete Weber, aus Troppau. Troppau gehörte damals zu Österreichisch-Schlesien (heute: Tschechien). Es ist bislang noch ungeklärt, wieso Martin Friedrich nicht in Troppau blieb, sondern in Guben heiratete und dort ansässig wurde. Gab es andere familiäre Beziehungen, von denen ich bisher nichts weiß?

Auch an dieser Stelle die Feststellung, dass meine Familie sehr sehr groß war. Mittlerweile überrascht mich das nicht mehr, es ist nur traurig, dass ich davon erst durch das Studium alter Akten erfahre. Es wäre vielleicht sehr interessant, dieses familiäre „Netzwerk“ wieder zu „reaktivieren“ …

Neue Beitragskategorie: Kirchenbucheinträge

Die Sichtung der alten Kirchenbücher betrifft nicht nur die Gegend um Opalenica, woher die Vorfahren meiner väterlichen Linie stammen. Genauso interessant ist die Umgebung der Stadt Neisse in Schlesien, in der die Vorfahren aus der mütterlichen Linie zu Hause waren.

Kirchenbucheinträge, die mich interessieren, notiere ich zunächst in einem dicken Heft im Format DIN A5. Ob ein Eintrag mein Interesse findet, entscheidet sich zunächst spontan: ein bestimmter Ort, ein bekannter Name oder Vorname. Naturgemäß finden sich bei einer systematischen Durchsicht der Bücher auch Einträge, bei denen ich zunächst keinen direkten Bezug zu meiner Familie herstellen kann.

Mit der neuen Kategorie kann ich derartige Funde vorstellen und auch kommentieren. In  der bisherigen Form einer Liste ist das aus meiner Sicht nicht möglich. Die betreffende Seite würde sehr lang werden und ist damit auf Dauer nicht nur für mich unhandlich, sondern für Besucher auch langweilig.

Die bisherige Liste der Kirchenbuchauszüge für Troszczyn werde ich aus dem Blog erst dann entfernen, wenn ich die darin enthaltenen Einträge geprüft und evtl. in die neue Kategorie übernommen habe. Eine umfangreiche Liste der Troszczyner Kirchenbucheinträge wird es an dieser Stelle nicht mehr geben. Ich helfe jedoch gern im Rahmen meiner Möglichkeiten weiter, wenn es um genealogische Fragen zum Dorf Troszczyn geht.

Ortsfamilienbuch Neisse

Im Beitrag, der über meinen Ururgroßvater Franz Siegert (1838 – 1896) und dessen Ehefrau Agnes, geb. Flaschel berichtet, habe ich die Suche nach den genauen Geburts- und Hochzeitsdaten der beiden mit jener nach einer „Nadel im Heuhaufen“ verglichen. Leider lassen die Angaben zu Geburt und Abstammung in den mir vorliegenden Sterbeurkunden keine andere Deutung zu.

Nunmehr gibt es die Hoffnung, das der „Heuhaufen“ Stück für Stück abgetragen wird. Für das Ortsfamilienbuch Neisse im Internet hat sich ein Bearbeiter gefunden. Ich werde dieses Ortsfamilienbuch nicht nur „im Auge“ behalten, sondern auch im Rahmen meiner Möglichkeiten helfen. Irgendwann müssten sich dann auch meine „Nadeln“ faktisch von allein anfinden …

Familie Hegenbarth aus Troszczyn

Im Kirchenbuch von Opalenica ist mit Datum 27.11.1764 die Hochzeit von Florian Hemdembot und Anna Barbara Hum verzeichnet. Als Trauzeugen waren Albert Ubs und Paul Gucie zugegen. Nur weil ich versuche, alle Troszczyn betreffenden Kirchenbucheinträge zu erfassen, kam dieser Eintrag zu meinen Notizen.

Bei der heutigen Sichtung meiner Notizen fiel mir auf, dass der Name „Hemdembot“ in den Kirchenbüchern von Opalenica nicht mehr auftaucht. Dafür „erhält“ Florian immer mal wieder einen anderen Familiennamen:
am 07.04.1766 als Taufzeuge: Florianus Heindbord,
am 12.02.1767 bei der Taufe des Sohnes Mathias: Florian Hilbart
am 30.10.1770 und 22.01.1771 als Trauzeuge: Florian Haimbort
am 09.04.1778 bei der Taufe des Sohnes Georgij: Florian Haimborth
am 28.01.1781 bei der Taufe des Sohnes Joseph Paul: Florian Hangieburt
am 28.02.1786 bei der Taufe des Sohnes Mathias: Florian Chalibergow
am 05.08.1788 bei der Taufe des Sohnes Laurent: Florian Angieburt
im Verzeichnis der Troszczyner Landbesitzer aus dem Jahre 1793/94: Hegenwardt

Wenn ich nicht völlig danebenliege: Es gibt kein deutlicheres Indiz dafür, dass die Kirchenbuchschreiber immer nur notierten, was sie meinten, verstanden zu haben. Ich gehe davon aus, dass in der Liste der oben aufgeführten Kirchenbucheinträge immer die selbe Person gemeint ist. Florian war bestimmt des Schreibens und Lesens nicht kundig. So konnte er auch nicht überprüfen, wie sein Familienname jeweils geschrieben wurde. Und mal ganz ehrlich: Dieser Familienname dürfte für polnische Ohren sehr seltsam geklungen haben.

Dem Hochzeitseintrag meiner UrUrUrUrgroßeltern Andreas Fogiel und Marianna Ubsen (filiam Georgij Ubsen) vom 25.02.1772, bei der Florian einer der beiden Trauzeugen war, habe ich die Schreibweise „Heygenbarth“ entnommen. Nur nebenbei: der zweite Trauzeuge bei dieser Hochzeit war ein Antonio Korch … In der Sterbeurkunde einer Tochter Florians, Magdalena, verheiratete Woyczewska, wird die Schreibweise „Hegenbarth“ benutzt, die ich schließlich auch für die Überschrift gewählt habe.

Vielleicht habe ich so ganz nebenbei den Ursprung einer alteingesessenen Troszczyner Familie gefunden: Der gegenwärtige Troszczyner Dorfvorsteher heißt … Feliks Haegenbarth! Das nenne ich Kontinuität. 😉

Bei der Übertragung der Kinder Florians in meine Datenbank habe ich vorerst auf die Geburt des Mathias am 28.02.1786 verzichtet. Es wäre vorher zu klären, ob der am 12.02.1767 geborene erste Sohn Florians, der ebenfalls Mathias hieß, zu diesem Zeitpunkt bereits gestorben war.  Es kam nach meinen Erfahrungen durchaus vor, dass ein Vorname in einer Familie unter derartigen Umständen ein zweites Mal „vergeben“ wurde …