{"id":240,"date":"2012-08-06T21:54:00","date_gmt":"2012-08-06T19:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/19matt57.cwsurf.de\/wordpress\/?page_id=240"},"modified":"2020-11-02T16:42:38","modified_gmt":"2020-11-02T15:42:38","slug":"wilhelm-nicolai","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/genblog.dl5sel.de\/?page_id=240","title":{"rendered":"Wilhelm Nicolai"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/genealogie.dl5sel.de\/index.php?route=%2Ftree%2Freinhard%2Findividual%2FI389%2FWilhelm-Nicolai\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wilhelm Nicolai<\/a> ist der Vater meiner &#8222;Stief&#8220;gro\u00dfmutter <a title=\"Datenbank: Hedwig Nicolai (1885 - 1963)\" href=\"https:\/\/genealogie.dl5sel.de\/index.php?route=%2Ftree%2Freinhard%2Findividual%2FI362%2FHedwig-Nicolai\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hedwig Nicolai (1885 &#8211; 1963)<\/a>. In Hedwigs Geburtsurkunde (02. Juli 1885, Ruhland) ist als Beruf des Vaters &#8222;Lokf\u00fchrer&#8220; vermerkt. Als Hedwig am 02. Juli 1907 meinen Gro\u00dfvater Hermann Vogel in Grunewald heiratete, war ihr Vater Trauzeuge. Als Beruf wird &#8222;Eisenbahnbetriebswerkmeister&#8220; angegeben.<\/p>\n<p>Offensichtlich wurde Wilhelm Nicolai zwischen 1885 und 1907 von Ruhland nach Grunewald versetzt. Danach soll sein Weg \u00fcber Ilsenburg nach Bad Harzburg gef\u00fchrt haben, wo er Stationsvorsteher gewesen sei. Soweit die Familien\u00fcberlieferung.<\/p>\n<p>Die Fakten dahinter: Ruhland liegt an der Strecke <a title=\"CGE\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cottbus-Gro\u00dfenhainer_Eisenbahn-Gesellschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Cottbus &#8211; Gro\u00dfenhain<\/a>, die am 20. April 1870 er\u00f6ffnet wurde. Am 1. September 1883 wurde der preu\u00dfische Staat Eigent\u00fcmer der Strecke. Am 1. Juni 1874 wurde die Strecke <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnstrecke_W\u0119gliniec\u2013Falkenberg\/Elster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kohlfurt (Wegliniec) &#8211; Horka &#8211; Ruhland<\/a> er\u00f6ffnet. Ruhland war damit ein wichtiger Knotenpunkt im preu\u00dfischen Eisenbahnnetz mit direkter Verbindung nach Breslau, Magdeburg, Cottbus und Dresden. Einen Gleisplan des Bahnhofs Ruhland findet man <a title=\"Gleisplan Ruhland\" href=\"http:\/\/www.sporenplan.nl\/figuren\/tekeningen\/db_schaal\/dr-ruhland.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>. Ob die zum <a title=\"Bahnbetriebswerk\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bahnbetriebswerk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bahnbetriebswerk<\/a> (Bw) Senftenberg geh\u00f6rende Einsatzstelle Ruhland bereits 1885 bestand, muss ich noch offen lassen &#8230;<\/p>\n<p>1907 wohnte Wilhelm Nicolai in Grunewald, Bahnhofstra\u00dfe 2 (am 04.11.1935 umbenannt in Werkst\u00e4ttenweg). Grunewald war damals eine selbst\u00e4ndige Gemeinde, die Eingemeindung nach Berlin erfolgte erst 1920. Der Bahnhof war seit der Er\u00f6ffnung im Jahre 1873 ein wichtiger Verschiebe- und G\u00fcterbahnhof. Der <a title=\"Gleisplan Grunewald\" href=\"http:\/\/www.sporenplan.nl\/figuren\/tekeningen\/db_rbd\/berlin\/Berlin_Grunewald.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Gleisplan<\/a> weist den Eisenbahnfan auf die immense Bedeutung hin. Zu einem G\u00fcter- und Verschiebebahnhof geh\u00f6rten oft auch ein Bw sowie ein Bahnbetriebswagenwerk (Bww). Das Bww ist im Gleisplan leicht zu identifizieren. Zur Geschichte des Bw Grunewald gibt es im Internet immerhin eine <a title=\"Geschichte Bw Grunewald\" href=\"http:\/\/www.bahnstatistik.de\/Bw\/Hke-Gda.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zeittafel<\/a>. Wahrscheinlich war Wilhelm Nicolai in Grunewald auch als Lokf\u00fchrer t\u00e4tig. &#8211; Es muss ein Leben voller Gegens\u00e4tze gewesen sein: Einerseits die Bahnhofstra\u00dfe, eingezw\u00e4ngt zwischen den Eisenbahngleisen, andererseits die Villenkolonie Grunewald gleich hinter den Bahngleisen. Ein Ausschnitt aus dem <a title=\"Grunewald 1926\" href=\"http:\/\/www.alt-berlin.info\/cgi\/stp\/lana.pl?nr=20&amp;gr=7&amp;nord=52.498811&amp;ost=13.276778\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Berliner Stadtplan von 1926<\/a> zeigt das recht deutlich &#8230;<\/p>\n<p>Zwischen 1908 und 1911 ist Wilhelm in den Berliner Adressb\u00fcchern unter der Adresse L\u00fcckstra\u00dfe 56 zu finden. Es liegt nahe, dass er in dieser Zeit im Bahnbetriebswerk Lichtenberg oder im Betriebswerk Rummelsburg gearbeitet haben k\u00f6nnte. Im Berliner Adressbuch von 1912 habe ich ihn trotz intensiven Suchens nicht mehr finden k\u00f6nnen &#8230;<\/p>\n<p>Einen m\u00f6glichen Wechsel der Familie Nicolai nach Ilsenburg kann ich nicht richtig einordnen. Der Bahnhof Ilsenburg war wahrscheinlich nicht von besonderer betrieblicher Bedeutung. Es kann aber sein, dass die ans\u00e4ssigen Betriebe der Eisen- und Stahlindustrie einen umfangreichen Anschlussbahnbetrieb erforderten. Ob ein Lokf\u00fchrer hier sein Auskommen hatte, wage ich zu bezweifeln. Aber: Halberstadt war mit der Eisenbahn gut erreichbar und hatte ein sehr gro\u00dfes Bahnbetriebswerk &#8230; Das Bw Halberstadt war mit Sicherheit gr\u00f6\u00dfer als das in Grunewald und damit einher k\u00f6nnte f\u00fcr Wilhelm Nicolai auch ein &#8222;Aufstieg&#8220; in der Verantwortlichkeit gegangen sein.<\/p>\n<p>Wilhelm Nicolai k\u00f6nnte am Ende seines Berufslebens durchaus in Bad Harzburg gearbeitet haben. Der Bahnhof von <a title=\"Bahnhof Bad Harzburg\" href=\"http:\/\/www.eisenbahn-harzvorland.de\/htm\/bhf_bh.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bad Harzburg<\/a> ist ein sogenannter Kopfbahnhof, auch hier gab es ein Bw. Wenn Wilhelm selbst nicht mehr aktiv als Lokf\u00fchrer gefahren ist, so gibt es doch in einem Bw immer genug T\u00e4tigkeiten, die die Kenntnisse eines erfahrenen Lokf\u00fchrers erfordern. Einen Laufbahnwechsel in den Verwaltungsdienst, z.B. als Bahnhofsvorsteher halte ich mit ziemlicher Sicherheit f\u00fcr ausgeschlossen. Aber Vorsteher eines kleinen Bahnbetriebswerkes ist f\u00fcr mich durchaus im Bereich des M\u00f6glichen &#8230;<\/p>\n<p>Wilhelm Nicolai war w\u00e4hrend seiner gesamten Berufst\u00e4tigkeit Angestellter der K\u00f6niglich-Preu\u00dfischen Staatseisenbahnen. Die Gr\u00fcndung der Deutschen Reichsbahn fand erst 1924 statt. Da war Wilhelm bestimmt schon im Ruhestand. Eine Rekonstruktion des beruflichen Lebensweges ist wahrscheinlich sehr schwierig bzw. unm\u00f6glich. Es war bei den preu\u00dfischen Eisenbahnen \u00fcblich, Personalunterlagen nur bis zehn Jahre nach dem Ableben des Besch\u00e4ftigten aufzubewahren. Danach wurden sie vernichtet.<\/p>\n<p>Schwer nachzuvollziehen sind die Dienstr\u00e4nge der Preu\u00dfischen Staatseisenbahnen vor Gr\u00fcndung der Deutschen Reichsbahn. Eine &#8222;richtige&#8220; Dienstkleiderordnung gab es wohl erst 1924: <a title=\"DKO 1924\" href=\"http:\/\/www.eisenbahnraritaeten.de\/contents\/de\/d42.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">DKO 1924<\/a>. Hieraus kann man aber immerhin ableiten, dass ein Lokf\u00fchrer und ein Betriebswerkmeister der gleichen Besoldungsgruppe angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Bei meinem gegenw\u00e4rtigen Kenntnisstand \u00fcber die Familie Nicolai sollte ich vielleicht eher davon ausgehen, dass es einen Umzug nach Ilsenburg oder Bad Harzburg nicht gegeben hat &#8230; Auch diese Vermutung werde ich bei Gelegenheit \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wilhelm Nicolai ist der Vater meiner &#8222;Stief&#8220;gro\u00dfmutter Hedwig Nicolai (1885 &#8211; 1963). In Hedwigs Geburtsurkunde (02. Juli 1885, Ruhland) ist als Beruf des Vaters &#8222;Lokf\u00fchrer&#8220; vermerkt. Als Hedwig am 02. 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