Veränderungen im Blog

Am 25.05.2018 tritt die DSGVO in Kraft. Das war Anlass, einige in meinem Weblog enthaltenen Seiten und Beiträge kritisch unter die Lupe zu nehmen. Als Sofortmaßnahme sind folgende Prüfungen durchgeführt worden:

  • Es gibt für diesen Weblog nur einen registrierten Benutzer: den Betreiber. Weitere Accounts wird es auch in Zukunft nicht geben.
  • Es gibt die Möglichkeit, dem Betreiber eine E-Mail zu senden. Diese Kontaktaufnahme ist rein freiwillig und nutzt die auf dem Computer des Besuchers installierte E-Mail-Software. Auf vorgefertigte E-Mail- und/oder Kontakt-Formulare wird vollständig verzichtet.
  • Die Kommentarseite wurde vollständig abgeschaltet. Ich werde versuchen, mit den jeweiligen Einsendern Kontakt aufzunehmen um den wesentlichen Inhalt der Kommentare in die Beiträge als Zitate einzuarbeiten.
  • Werbebanner wurden vollständig entfernt. Damit wird der rein private Charakter des Weblogs noch deutlicher.
  • Aus dem Impressum wurde der Hinweis auf befreundete Familienforscher, die mir bei den bisherigen Recherchen wesentlich geholfen haben, gestrichen,
  • Der bisher verwendete Facebook-Button unterstützte die 2-Click-Technologie, d.h., dass die Daten erst dann an Facebook übermittelt wurden, wenn der Besucher meines Weblogs dem ausdrücklich zugestimmt hatte. Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, wurde der Button entfernt.
  • Cookies hat diese Webseite nie verwendet. Dies wird auch in Zukunft so bleiben.
  • Der Besucherzähler verbleibt ebenfalls. Der Grund dafür ist einfach: Besucher haben die Möglichkeit, sich die Interessen anderer Besucher, beschränkt auf die maximal 10 letzten Zugriffe, anzusehen. Für mich als Betreiber des Weblogs ist außerdem die Anzahl der bisherigen Zugriffe interessant.

Es bleibt zu hoffen, dass damit zumindest der private Charakter der Webseite deutlich hervortritt. Die Nutzung der dargestellten Informationen bleibt kostenlos, geschäftliche bzw. finanzielle Interessen bestehen nicht.

Ob damit alle Forderungen der DSGVO erfüllt werden können, muss die Zukunft zeigen. Die Abschaltung des Weblogs war jedenfalls bisher keine Option.

 

 

Anton Carl August Vogel (1870 – ????)

war der ältere Bruder meines Großvaters Hermann Vogel (1876 – 1935). Der Geburts- bzw. Taufeintrag meines Großonkels ist unter dem Link http://www.szukajwarchiwach.pl/89/125/0/-/25/skan/full/3s_fMikyA6kKgBoBJXJDVQ zu finden. Als Taufpaten werden genannt: Wilhelm Müller, August Schuster und Frau Wilhelmine Burchard – eine jüngere Schwester meiner Urgroßmutter.

Alle bisherigen Nachforschungen über den weiteren Lebensweg meines Großonkels liefen ins Leere. Normalerweise wäre er 1884 konfirmiert worden, aber in den entsprechenden Gubener Verzeichnissen ist er nicht zu finden.

Erschwerend für die weitere Suche ist, dass ich den eigentlichen Rufnamen nicht kenne. „Anton“ als Rufname denke ich ausschließen zu können, denn so hieß auch sein Vater. Meine Urgroßeltern wählten für ihre drei Söhne als dritten Vornamen „August“, so dass ich als Rufnamen „Carl“ favorisiere. – Mein Urgroßvater hat entweder damals noch eine sehr gute Beziehung zu seinem älteren Bruder August(inus) Vogel (1836 – 1899) gehabt oder der Vorname meiner Urgroßmutter, Auguste, half bei der Wahl des dritten Vornamens.

Die Internet-Seite MyHeritage.de lieferte einen interessanten Hinweis, der durch die Deutsche Auswanderer-Datenbank bestätigt wird. Das Recherche-Ergebnis liegt mir als PDF-Dokument vor: Am 20.04.1884 kam ein Carl Vogel, 14 Jahre alt, mit dem Schiff „Weser“ im Hafen von Baltimore an. Er stammte aus Preußen, allerdings war der letzte Wohnort in Preußen unbekannt. Carl reiste als Passagier von Bremen nach Baltimore im Zwischendeck.

Eine Recherche auf der Seite www.passagierlisten.de ergab, dass das Schiff „Weser“ unter Kapitän H. Bruns am 04.04.1884 mit 1165 Passagieren an Bord Bremerhaven mit Ziel Baltimore verließ. Die Reise dauerte damit 16 Tage, also fast drei Wochen.

Bei dem Grad der Daten-Übereinstimmung könnte ich davon ausgehen, dass das mein Großonkel gewesen ist. Dennoch bin ich mißtrauisch. Sollte ein 14jähriger allein und auf eigene Faust das Abenteuer Auswanderung auf sich genommen haben? Oder bin ich mit dieser Spur völlig auf dem „Holzweg“?

gefunden: Hermann Bleimeier – Sterbedaten

Manchmal muss man auf den zur Verfügung stehenden Unterlagen nur genau hinsehen. Auf der zweiten Seite der Hochzeitsurkunde Hermann Bleimeier – Marie Siegert geb. Rumland findet sich ein Hinweis auf die Sterbeurkunde von Hermann: 1203/1932; Standesamt Rudolf-Virchow-Krankenhaus.

Eine erste Internet-Recherche in den Namensregistern des Berliner Landesarchives bestätigte die Urkunden-Nummer und ergab zugleich das genaue Sterbedatum: 13. Juni 1932.

Eine Kopie der Sterbeurkunde wurde bestellt und liegt mir inzwischen vor. Leider sind der Urkunde keine Hinweise auf weitere Familienangehörige zu entnehmen. Als Beruf wurde „Händler“ angegeben, als Familienstand „verwitwet“. Daraus ziehe ich die Schlussfolgerung, dass Hermann kein drittes Mal geheiratet hat. – Interessant ist die letzte Adresse: Hussitenstraße 16 im Berliner Stadtbezirk Wedding. Nachforschungen in den Berliner Adressbüchern von 1930 und 1931 ergaben allerdings keinen Hinweis auf einen „Haushaltsvorstand“ namens Bleimeier. Auch andere Familiennamen wie „Nickel“ oder „Siegert“ wurden unter dieser Adresse nicht genannt.

Hermann Bleimeier (1864 – 1932) ist nun endgültig kein Phantom der Familiengeschichte mehr. Den entsprechenden Beitrag unter der Rubrik „…ungelöst“ habe ich daher gelöscht. Stattdessen habe ich einen Beitrag über Hildegard Nickel (geb. Bleimeier), eine Halbschwester meines Großvaters Max Siegert (1900 – 1961), hinzugefügt.

Eine Bemerkung bleibt noch. Mit den mir bekannten Daten zu Hermann Bleimeier (1864 – 1932) kann ich einen kleinen Beitrag zur Vervollständigung der „Online-Familiendatenbank Kreise Arnswalde und Friedeberg (Neumark)“ leisten.

Familie Obst in Troszczyn

Bereits in früheren Beiträgen hatte ich angezweifelt, dass in Troszczyn zwei Familien mit dem Familiennamen „Obst“ ansässig gewesen sein sollen: Georgij Obst und Adalbert (Wojciech) Obst, beide jeweils mit einer Barbara verheiratet.

Beim Blättern in meinen, vielleicht nicht immer vollständigen Aufzeichnungen, fand ich folgende, die Familien Obst betreffenden Taufeinträge aus dem Kirchenbuch Opalenica:

  • 05.09.1755: Anna, Tochter von Adalbert und Barbara
  • 27.04.1757: Barbara, Tochter von Georgij und Barbara
  • 21.06.1761: Joanna, Tochter von Adalbert und Barbara
  • 06.08.1764: Magdalena, Tochter von Georgij und Barbara
  • 15.03.1767: Mathias, Sohn von Georgij und Barbara
  • 29.03.1770: Joannes und Adalbert, Söhne von Georgij und Barbara

Mit Datum 16.03.1767 findet sich ein Sterbeeintrag für Joannes Hermanus, Sohn von Georgiy und Barbara. Das könnte durchaus ein Zwillingsbruder von Mathias gewesen sein.

Mit Datum vom 25.02.1772 wird die Hochzeit von Marianna, Tochter des Georgij, mit meinem Vorfahren Andreas Vogel in Troszczyn vermerkt. Marianna starb am 18.03.1836 in Troszczyn.

In den South Prussia Land Records 1793/94 findet sich für Troszczyn nur der Hinweis auf Georg Obst.

In einer Diskussion im Forum der Webseite http://www.wtg-gniazdo.org konnte ich als Antwort auf eine Frage zu Georgij und Adalbert Obst lesen: „Adalbert (Deutsch) bzw. Wojciech (Polnisch) sind identisch und haben auch den gleichen Namenstag. Aber auch Georg hat den gleichen Gedenktag und daher ist es wohl in den Kirchenbüchern dazu gekommen, dass in einigen Fällen (die aber gar nicht so selten waren) der Adalbert eben auch schon mal als Georg bezeichnet wurde. Das irritiert zwar, aber man hat ja nicht nur den Vornamen zum Vergleich, sondern auch Geburts- Trauungs- oder Sterbdaten, Namen der Eltern, Ehepartner und Kinder.“

Katarzyna Otto ist auf ihrer Webseite ebenfalls der Unstimmigkeit zu Georgij und Adalbert Obst nachgegangen. Eine eindeutige Antwort hat sie bisher nicht gefunden, die Aktenlage ist nun einmal so ungenau.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Barbara nicht mit zwei Männern gleichzeitig, noch dazu in einer relativ kleinen Siedlung wie Troszczyn, Kinder gehabt haben kann. Außerdem erscheint die Gleichsetzung von Adalbert und Georgij auf Grund des gleichen Namenstages plausibel. – Meine Datenbank habe ich so angepasst, dass nur noch eine Familie Georgij (Adalbert) und Barbara Obst enthalten ist.

Eine Frage bleibt noch offen: Am 03.07.1799 ist im Kirchenbuch von Opalenica die Hochzeit von Josephus Ubstoski und Catharina Fauglowna verzeichnet. Das ist wieder ein schönes Beispiel dafür, dass die Schreibweise der Vor- und Familiennamen je nach Verständnis des Schreibers variieren konnte. Leider gibt es zu diesem Hochzeitseintrag keinen Vermerk über die Eltern der Brautleute, die in heutiger und angepasster Schreibweise Joseph Obst und Catharina Vogel heißen. Dadurch lassen sich weder der Bräutigam noch die Braut eindeutig den bisher bekannten Familien Obst bzw. Vogel zuordnen.

Denkmal „Sterbender Krieger“ in Stolpmünde

Ustka, das ehemalige Stolpmünde, war im Frühling 2017 wiederum Urlaubsziel. Bei den Spaziergängen entlang der Strandpromenade fand ich das Denkmal des „Sterbenden Kriegers“, nach dem ich bereits bei meinem vorhergehenden Aufenthalt gesucht hatte.

Die nachfolgenden Fotos kommentiere ich nicht. Der deutsche Text auf der mehrsprachigen Erläuterungstafel in der Nähe des Denkmals ist völlig ausreichend.

Auf Denkmälern zum Andenken an die in Kriegen gefallenen Bürger sind sehr oft auch die Namen der Gefallenen bzw. Vermissten zu lesen. Da die Familie meiner Großmutter Marie Vogel (geb. Münchow) in Stolpmünde lebte, hatte ich bis zum Auffinden des Denkmals die Hoffnung, einen Hinweis auf Familienangehörige zu finden.

Paul Bleimeier, Schuhmachermeister

Im Kreis-Adreß-Buch Friedeberg aus dem Jahre 1925/26 findet sich folgender Eintrag:

Bleimeier, Paul; Schuhmachermeister; Baderstraße 15; Friedeberg.

Der Geburtsort meines „Stief“-Urgroßvaters Hermann Bleimeier, Neu-Carbe, lag im Kreis Friedeberg. Außerdem ist in der Urkunde über seine erste Eheschließung als Beruf „Schuhmacher“ vermerkt. Es könnte also durchaus sein, dass Paul Bleimeier nicht nur Lehrmeister Hermanns war sondern auch eine familiäre Beziehung bestand.

Da die Kirchenbücher des Kreises Friedeberg / Neumark wahrscheinlich vollständig vernichtet wurden, wird es sicher sehr schwierig, diese familiäre Beziehung nachzuweisen.

Hermann Bleimeiers erste Ehe

wurde am 01.05.1894 im Standesamt XIII im Berliner Wedding geschlossen. Ehefrau war Luise Bertha Helene Semmler, geboren am 21. April 1870. – Nur als Anmerkung: Der „Erste Mai“ war damals noch kein gesetzlicher Feiertag. In Deutschland ist er es erst seit 1933. Es gab also keinen Grund, an diesem Tag keine „Amtsgeschäfte“ vornehmen zu können.

Hermanns erste Ehefrau verstarb am 25.03.1907 im Alter von nur 36 Jahren. Ob es in dieser Ehe Kinder gegeben hat, ist mir nicht bekannt.

1894 wohnte Hermann in der Stallschreiberstraße im Bezirk Kreuzberg und übte den Beruf eines Schuhmachers aus. Wahrscheinlich war dies sein tatsächlicher Beruf. Es wäre auch interessant zu wissen, ob er einen Meisterbrief in diesem Handwerk besaß oder als Geselle bei einem anderen Meister tätig war.

Zu Hermann Bleimeier hatte ich auch eine Anfrage an die historische Berliner Einwohnermeldekarte gestellt. Leider konnte dort keine entsprechende Eintragung gefunden werden, so dass ich hinsichtlich des Sterbedatums noch weitersuchen muss.

Neues zur Familie Franz Siegert und Agnes, geb. Flaschel

Bei meinen Recherchen im Internet fand ich zu meiner Überraschung zwei Geburtsurkunden, die genau in mein „Familienpuzzle“ passten.

Am 06.05.1875 zeigte Franz Siegert (1838 – 1896), mein UrUrGroßvater an, dass am 03.05.1875 ihm von seiner Ehefrau Agnes (geb. Flaschel) eine Tochter Emilie Agnes geboren worden sei. Die Familie Siegert wohnte damals in Spandau, Adamstraße 10. Die Geburtsurkunde der Tochter enthielt außerdem zwei weitere wichtige Informationen. Zum ersten wurde Franz Siegerts Beruf genannt: Sattler in der königlichen Artilleriewerkstatt „hier“ – also in Spandau. Die zweite Information betrifft das Sterbedatum der Tochter: 26.06.1877. Interessant die Wahl der Vornamen: Agnes ist der Vorname der Mutter. War dann eine Emilie Flaschel die Großmutter? – Ja, das ist reine Spekulation. Aber die Hochzeitsurkunde von Franz und Agnes konnte ich bisher leider nicht finden.

Eine zweite Geburtsurkunde verzeichnet die Geburt von Paul Oscar Bruno Siegert am 12.12.1880. Paul Siegert? Darüber hatte bisher kein Mitglied der Familie auch nur einen Ton verloren. Da die Geburtsurkunde keine weiteren zusätzlichen Eintragungen enthielt, kann ich zunächst davon ausgehen, dass meinem Urgroßonkel Paul Siegert ein längeres Leben beschieden war als seiner Schwester Emilie. Es dürfte jedoch spannend werden, seinen weiteren Lebensweg zu verfolgen.

Eheschließung Bleimeier – Siegert

Das Landesarchiv Berlin hat mir die Urkunde über die Eheschließung von August Hermann Bleimeier, Restaurateur in Deutsch-Wilmersdorf, mit Marie Caroline Siegert (geb. Rumland), Wirtschafterin in Deutsch-Wilmersdorf, zur Verfügung gestellt. Damit kenne ich nun das Geburtsdatum und den Geburtsort Hermanns: 30.07.1864 in Neu-Carbe, Kreis Friedeberg (Neumark). Die Fragen nach dem bisher unbekannten Sterbedatum und dem Sterbeort hoffe ich mit einer Auskunft aus der historischen Berliner Einwohnermeldekartei klären zu können.

Zum Zeitpunkt der Hochzeit am 04.06.1909 wohnten beide Eheleute in Deutsch-Wilmersdorf, Binger Straße 9. Unter dieser Adresse ist im Berliner Adressbuch von 1910 Hermann tatsächlich verzeichnet. Als Beruf wird dort schlicht und ganz einfach „Gastwirt“ angegeben. Unter dieser Adresse ist die Familie Bleimeier bis etwa 1914 verzeichnet. Erst um 1915 scheint Hermann seine Gastwirtschaft nicht mehr zu betreiben und eröffnet statt dessen in der Lortzingstraße 32 im Wedding eine Fisch-, Wild- und Geflügelhandlung.

Damit ist Hermann Bleimeier zumindest kein „Familien-Phantom“ mehr. Trotzdem bleiben noch einige Fragen offen. Zum Zeitpunkt der Eheschließung mit meiner Urgroßmutter war Hermann bereits 44 Jahre alt. Nach meinen Erfahrungen könnte Hermann vorher bereits einmal verheiratet gewesen sein, auch wenn darüber der Hochzeitsurkunde nichts zu entnehmen ist.

Im Prinzip ist damit das Rätsel um Hermann Bleimeier, meinen Stief-Urgroßvater, gelöst. Weitere Nachforschungen zu Eltern und Geschwistern Hermanns werde ich nur noch in sehr begrenztem Umfang vornehmen.

Familienforschung und Schulzeugnisse

Durch die Geschichte meiner Familie geisterte bislang ein Phantom: Hermann Bleimeier, zweiter Ehemann meiner Urgroßmutter Marie Rumland (1878 – 1917) und damit Stiefvater meines Großvaters Max Siegert (1900 – 1961). Da mein Großvater kein gutes Verhältnis zu seinem Stiefvater hatte, gab es auch keine Aufzeichnungen zu den Geburts-, Hochzeits- und Sterbedaten Hermann Bleimeiers.

Es musste doch einen Weg geben, dieses „Rätsel“ zu lösen. Zu meinen Familienunterlagen gehören auch die Schulzeugnisse meines Großvaters. Die Noten waren zwar interessant, sind aber hier nur Nebensache. Viel interessanter waren die Unterschriften „des zur Erziehung Verpflichteten“. Das erste Zeugnis, ein Zeugnis für das Sommerhalbjahr 1908, ausgestellt im September 1908 durch die 140. Gemeindeschule, unterschrieb meine Urgroßmutter als „Frau Siegert“. Mein Urgroßvater Carl Siegert (1872 – 1906) war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Auf dem Zeugnis für das Winterhalbjahr 1908/09 fehlt die Unterschrift. Auf dem Zeugnis für das Sommerhalbjahr  1909, ausgestellt durch die Gemeindeschule IV in Wilmersdorf-Berlin, lautete die Unterschrift „Frau Marie Bleimeier“. Das war der erste wichtige Hinweis, dass die Heirat meiner Urgroßmutter mit Hermann Bleimeier um 1909 stattgefunden hatte. Aber wo?

Die Suche nach der „Gemeindeschule IV“ in Wilmersdorf-Berlin im Internet brachte einen Hinweis auf die frühere „Gemeindeschule IV in Deutsch-Wilmersdorf, Koblenzer Straße“, die heutige „Birger-Forell-Grundschule„. Das war für mich ein zweiter wichtiger Hinweis, auch wenn auf den Schulzeugnissen eine Schuladresse fehlte.

Nach dem altbekannten Spruch „Es wird dort getraut wo wohnt die Braut“ – reim dich oder ich fress dich – durchsuchte ich die Heiratsverzeichnisse des Standesamtes Deutsch-Wilmersdorf. Diese sind online einsehbar auf der Webseite des Landesarchives Berlin. Für das Jahr 1909 fand ich einen Heiratseintrag „Bleimeier, August Hermann – Siegert geb. Rumland, Marie“. Volltreffer. Das Ausfüllen des Formulars zur Bereitstellung einer Kopie der Heiratsurkunde war innerhalb weniger Minuten erledigt, jetzt warte ich auf Post vom Landesarchiv Berlin.

Auch wenn noch nicht alle Fragen bezüglich Hermann Bleimeier gelöst sind, bin ich doch einen wichtigen Schritt weiter. Ohne die Schulzeugnisse meines Großvaters würde ich aber wohl noch immer suchen.